Sei einfach Du selbst!

Am vergangenen Samstag war ich wieder einmal in Fribourg am Eishockeyspiel. In meiner Teenagerzeit war ich regelmässig dort und bezeichne das Stadion heute noch "mein zweites Wohnzimmer".

Ich liebte es damals, dort zu sein, denn dort war ich einfach ich. Es ging laut zu und her, wir schrien, fluchten, lachten, umarmten uns, sangen, schimpften, hatten Spass, waren traurig, enttäuscht, begeistert. Alles hatte Platz. Es hat mir so viel bedeutet, weil ich die Emotionen zu- und rauslassen konnte.

So ganz im Gegenteil zum Alltag. Da hatte ich Mauern um mich herum und war eher verschlossen. In mir wurde es leer und der Spassfaktor an dem, was ich tat, war gleich Null. Im Stadion konnte ich einfach ich sein und war ein anderer Mensch. Doch heute weiss ich, ausserhalb des Stadions war ich ein anderer Mensch...

Es ist ca. ein Jahr her, als mir eine Berufskollegin in einer Sitzung gesagt hat: Du warst sicher ein wildes und lautes Kind! Ha, ja genau, ich... Ich war vermutlich das am meisten angepasste und bravste Mädchen weit und breit... Selbst meine Mutter lachte laut, als ich ihr das erzählte...

Und mir wurde klar, wieso ich mich an den Eishockeyspielen so wohl fühlte: dort war ich einfach ich und im Alltag nahm ich mich zurück, passte mich an, versuchte Erwartungen zu erfüllen und verstellte mich total. Ich machte mich klein, um gemocht und anerkannt zu werden und dazu zu gehören, doch fühlte ich mich nirgends so dazugehörig wie im Stadion.

Doch kann es erfüllend sein, sich selbst so auf Sparflamme zu halten? Natürlich nicht! Ich habe vor allem in den letzten Monaten viel daran gearbeitet, in allen Bereichen meines Lebens einfach ICH zu sein und auch heute lerne ich immer noch dazu und manchmal falle ich auch wieder in alte Muster zurück. Doch dank den Tools und Werkzeugen von Access Consciousness® gelingt es mir immer mehr, mich von Begrenzungen und Limitierungen zu lösen und meine Power zu leben. 

Früher konnte ich meine Mauern meistens nur im Stadion herunter lassen und deshalb waren mir die Spiele auch heilig. Heute sage ich, dass die vielen Stadionbesuche vermutlich eine Menge Therapiesitzungen ersetzt haben... Ich liebe es immer noch, live vor Ort im Stadion zu sein, jedoch ist diese Überlebensnotwendigkeit weg.

Im September habe ich begonnen, für mich eine Monatsfrage zu entwickeln und diese für den November lautet wie auf dem Bild. Sie ist auch noch ausbaufähig: Wieviel ICH kann ich in diesem Monat sein, mehr als ich mir jemals gedacht hätte, dass es möglich ist? Und das Coole ist, dass ich mich nun total auf diesen Monat freue anstatt darüber zu lamentieren, wie grau, nass, kalt, düster, neblig, dunkel der November noch ist. Was, wenn auch Du wieder beginnst, die Möglichkeiten zu sehen? 

 

Über das Fragenstellen werde ich bei Gelegenheit einmal näher berichten. Nachfolgend noch einige Fragen für Dich als Anregung:

  • Wie würde mein Leben sein, wenn ich einfach ich bin?
  • Was braucht es, dass ich jeden Tag mehr ICH sein kann?
  • Wieviel Leichtigkeit kann ich in mein Leben einladen?
  • Wenn ich alles sein könnte, was wähle ich dann zu sein?
  • Was ist der Wert, an meinen Mauern festzuhalten?

Du bist das grösste Geschenk für Dich und die Welt, wenn Du einfach Du selbst bist! Ok, einfach ist manchmal ziemlich schwer. Doch je mehr es Dir gelingt, Dich von den eigenen Mauern zu befreien, um so einfacher wird es. Ich weiss, es ist ein Weg und ich freue mich, wenn ich Dich dabei unterstützen kann.

 

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Kommentare: 1
  • #1

    Anja Poeschke (Freitag, 02 November 2018 13:58)

    Liebe Andrea

    Ganz schön! Ja Du hast damit sehr recht und es ist auch mutig, Deine eigenen Erfahrungen hier zu schildern, öffentlich zugänglich zu machen. Daher schöpfen Leser Mut und Kraft oder auch Bestätigung, es selbst bereits richtig zu machen. Ich denke, ich kann von mir auch behaupten, auf dem korrekten Weg zu sein. Ich frage mich schon auch in der letzten Zeit, wie wäre ich selbst, wenn ich keine Grenzen hätte? Wenn ich mal nicht Rücksicht nehmen muss, und das ist nicht böse gemeint. Natürlich nehmen wir auf unsere Mitmenschen, die Familie meistens, Rücksicht. Doch häufig setzen wir uns zu viele Grenzen, unbewusst. Ich war in dieser Situation und bin heute sehr viel mehr aus mir heraus gewachsen. Oftmals darf man sich auch nehmen,was man braucht, um man selbst zu sein. Da ist nicht gleich einer sauer drum. Ich freue mich über Deinen nächsten Blogbeitrag.

    Liebe Grüsse

    Anja

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